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Als wir am 11. April 2002 den
Verein "Wir Helfen" gründeten,
taten wir das mit dem Wissen, dass es das Schicksal gut mit uns meint und
wir daher verpflichtet sind, auch jenen zu helfen,
mit denen das Schicksal nicht so gnädig umgeht.
Bald sahen wir, dass unsere Hilfe besonders bei Kindern - die sich nicht selber
helfen können - in der Ukraine gebraucht wird.
Alkoholkranke Eltern, die unsere finanziellen - und später auch
Sachzuwendungen in Alkohol "versilberten", zeigten uns erst die
wirklichen Probleme, die es dort zu lösen gab.
Es wurde uns schnell bewusst, das Geld alleine nicht wirklich Hilfe bringt.
Aber auch dieses Problem haben wir dank der Hilfe eines engagierten Pfarrers,
dessen Team nun für diese Kinder kocht, gelöst.
Weiteren bedürftigen Familien helfen wir durch regelmäßige
finanzielle Zuwendungen. Operationen und dringend notwendige medizinische Betreuungen
werden ebenfalls nach genauer Prüfung finanziert. Insgesamt haben wir im
Zeitraum Jänner 2005 bis November 2009 mit über Euro 21.000,00 in bar
geholfen. Sachspenden wie Kleidung, Spiel- und Schulsachen nicht eingerechnet.
Am 30.7.2009 besichtigte unser Kassier (Georg) das Stützpunkspital in
Tyachiv in der Provinz Karpaten/Ukraine. Das Spital ist für die
medizinische Versorgung von 172.000 Einwohnern zuständig und
verfügt über 590 Betten.
Es gibt im ganzen Spital 3 Duschen aber kein Warmwasser. Ein Operationssaal steht
zur Verfügung. Operationen können jedoch mangels funktionierender
Geräte nicht durchgeführt werden. Es gibt ein altes Röntgengerät
zusammengestoppelt aus einem Philips- und einem Siemensgerät.
3 Stück gebrauchte Gasbrenner wurden bei der deutschen Firma Schäfer
Heiztechnik angeschafft und haben nach einer Saison nicht mehr funktioniert.
Die Reparatur würde nun ein Mehrfaches der seinerzeitigen
Anschaffungskosten betragen. Also gibt es seit 2 Jahren im ganzen Spital
keine Heizung. Es wird notdürftig mit Elektrogeräten geheizt.
Die Fotos zeigen die mehr als tristen Verhältnisse,
die wirklichen Zustände - bedingt durch die Armut - muss man jedoch vor Ort
selbst "erleben", um sich ein Bild machen zu können.
Unser Kassier war von der Situation so tief betroffen,
dass er sich sofort nach seiner Rückkehr nach Österreich um
dringend notwenige Hilfsgüter bemühte.
Nun haben wir einen ganzen Lastwagenzug voll (40 Krankenbetten, Matratzen,
ein Ultraschallgerät, Rollstühle, Gehhilfen. Krankenlift etc.).
Die Dokumente für den Grenzübertritt liegen derzeit zur Genehmigung
in Kiew und der Transport wird voraussichtlich Ende November 2009
erfolgen können. Wir haben auch eine Spedition in der Ukraine gefunden,
die nicht nur verlässlich, sondern auch günstig ist. Trotzdem wird
der Transport über Euro 1.500,-- kosten (nicht eingerechnet die Kosten
für das Aufladen der Hilfsgüter in Mödling und Salzburg).
Übrigens wird unser Kassier (natürlich auf seine Kosten) den Transport
begleiten und auch die Entladung vor Ort beaufsichtigen. Auch wird er eine
Inventarliste
anfertigen und vom Direktor des Spitals unterschreiben lassen
um zu verhindern, dass einige Tage später das eine oder andere Teil
wieder abtransportiert wird. Die gelieferten Sachen - so wurde auch mit der
Direktion vereinbart - werden von unserem Kassier bei jedem
(unangekündigten) Besuch auf ihr "Vorhandensein" kontrolliert.
Nachdem wir auf dem Standpunkt stehen, dass ein humanitärer Verein
nicht Geld auf seinem Konto zu horten hat, sondern mit dem Geld schnell
und effizient helfen muss (Geld zu sparen hilft niemanden, denn nur wer
schnell hilft, hilft wirklich) müssen wir uns nun an unsere
Freunde - mit der Bitte um finanzielle Unterstützung - wenden.
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